Klangmuster live – pg.lost

Ich möchte nicht versäumen, noch ein paar Worte zum pg.lost Konzert in der letzten Woche loszuwerden. Dabei beginne ich den Post mit genau dem Wort, welches man vermeiden sollte: „Ich“. Obwohl, es hier ja auch um mich geht,.. was ICH euch empfehle, was ICH erlebt habe… Mit dieser Ich-Bezogenheit müsst ihr halt leben, wo sonst kann man das schon so frei ausleben?
So entschied ICH mich nun also dem Konzert von pg.lost in der Astra Stube beizuwohnen, um dieser Stube 60 Minuten später mit einem Lächeln auf den Lippen wieder zu entfliehen. Fliehen kann man dies tatsächlich nennen, aus dieser Oase der Inhalierer, die auch vor der Exhalation keine Scheu kennen und ihrem Hobby hier wohlgesonnen nachgehen können. Wäre ich selbst versorgt gewesen, hätte ich mich wohl in diese Gemeinschaft eingestimmt und mich noch ein wenig heimischer gefühlt. So musste ich ganz allein auf die Musik vertrauen, die das dicht gedrängte Publikum vereinte… und taub machte … soweit – wie bei mir – nicht für den Ohrenschutz vorgesorgt wurde. Was bin ich doch wieder leichtsinnig.
Laut war es in der Tat, aber auch berauschend. Die teilweise zerbrechlich wirkenden jungen Männer erzeugten einen enormen Druck in den kleinen vier Wänden und untermalten dies dazu mit einer Videoproduktion, angefangen von kleinen Lichtkreisen, übergehend in die rauhe See bis hin zu Heimvideoaufnahmen glücklicher Familien. Alles in schwarz-grau-getüncht versteht sich. Immer wieder überraschten sie nach langen ausartenden Flüchten in das innere Selbst mit plötzlichen Ausbrüchen und einem derartigen Krawumms. „The Day Shift“ stellte dabei ein ganz besonderes Highlight dar. Außerdem bleibt auch die Zugabe in wohlgesonnener Erinnerung und trieb abschließend noch schnell an den Merch-Stand um auf dem neuesten Stand zu bleiben und sogleich „In never out“ mit an die frische Luft zu entführen und natürlich in den heimischen Player. Eine Auswertung bleibt noch abzuwarten…


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Visualisierung – Dredg I don’t know

Woran soll mich dieses Video erinnern? Richtig, mir endlich die Konzert-Karten für den 07. November in der Großen Freiheit zu besorgen. Viel Spaß mit der Visualisierung zu „I don’t know“ von Dredg, der Hymne des Agnostizismus schlechthin. Mit diesem Video werden sie ihrem künstlerischen Anspruch wieder einmal gerecht. One half empty? Mich haben sie voll überzeugt!

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Neue Klangmuster – pg.lost

pg.lostDa in der kommenden Woche ein Konzert in Hamburg am 8.10. in der Astra Stube stattfindet, nehme ich mir nun endlich Zeit für einen längst überfälligen Beitrag zu pg.lost. Vielleicht kann ich den ein oder anderen damit ja noch davon überzeugen, dem Konzert der vier Mannen aus Schweden beizuwohnen.
Man könnte meinen, so langsam hätte ich genug von dem ganzen Post-Rock-Kram. Aber nicht doch. pg.lost sind dabei von der ganz besonderen Sorte und konnten mich derart begeistern, dass sie bereits mit dem 2008 erschienenen Album „It’s not me, it’s you“ in Form von Vinyl in meinem Regal Platz gefunden haben. Der erste Longplayer fasst dabei nur 6 Songs mit jedoch fulminanten 55 Minuten. Den Grundstein legten sie allerdings mit der 2007er EP „Yes I am“, dessen Titel-Track auch als kostenloser Download verfügbar ist. Dabei packt die Musik von der ersten Sekunde. Überzeugt euch selbst.

Zu aller Freude haben die instrumentalen Post-Rocker nun kürzlich ihren zweiten Longplayer fertiggestellt, welchen sie auf ihrer Live-Tour vorstellen werden. „In Never Out“ zeigt laut eigenen Aussagen eine „darker and heavier side of pg.lost“ und wird noch vor Ende des Jahres veröffentlicht werden, jedoch bereits während der Shows erhältlich sein. Noch ein weiterer Grund auf das Konzert in Hamburg zu gehen…

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Neue Klangmuster – Our Ceasing Voice

our_ceasing_voiceDank des netten Hinweises der Band, möchte ich euch an dieser Stelle auf die EP „Steadied Stars in the Morphium Sky“ von Our Ceasing Voice aufmerksam machen, die als kostenloser Download verfügbar ist.
Fluoreszierende Klänge, langgezogene Melodiebögen, die zu einem Gewitter ausbrechen, lange schwebende Klangräume, getragen von einer Melancholie, die übergeht in Schreien, ohne jedoch von einer Stimme Gebrauch zu machen, sich ständig wiederholende Melodien und Beats sowie ein akzentuierter Einsatz von Samples… die Einen mögen es langweilig nennen, die Anderen, wie ich, gehen in derartigen Klängen und Tönen auf. Man muss sich allerdings Ruhe und Zeit gönnen, sich diesem Werk anzunehmen, um ihm gerecht zu werden – dann bemerkt man jedoch die Schönheit von „Steadied Stars in the Morphium Sky“ und erlebt Naturgewalten in Zeitlupe.
Bei jedem der Songs, die mit ruhigen Ambient beginnen, erwartet man mit Spannung den Ausbruch, der dann auch tatsächlich erfolgt und frühestens nach der Hälfte des Songs einsetzt. Langsam schleicht sich ein Drumbeat ein, der von Gitarren unterstützt wird und in einem Gewitter übergeht. Dabei durchfährt einem des öfteren ein wohliger Schauer. Mehr davon Jungs!
Schade nur, dass es von der EP von Our Ceasing Voice keine Hardware-Kopien mehr käuflich zu erwerben gibt. Nachdem Anfang des Jahres die ersten 50 CDs sehr schnell ausverkauft waren, sind auch die 50 selbsterstellten jeweils einzigartigen CD-Pakete des zweiten Release längst ausverkauft. Daher müssen wir uns derweil mit dem kostenlosen Download der Post-Rock-EP der Tiroler und mit dem von Iffing erstellten Video zu „The Inevitable Fall“ begnügen.



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Neue Klangmuster – pandoras.box

pandoras.box_barriersNeues aus deutschen Landen wurde angespült und hat mich erreicht. pandoras.box kommen aus dem Süden des Landes und haben nach vierjähriger Arbeit an ihrem Erstlingswerk bereits am 30.05.2009 ihr Debut „Barriers“ veröffentlicht. Barrieren werden hier definitiv überwunden. Der Mut die Fesseln der konventionellen Musik zu lösen ist vorhanden und es wird ein Schritt über die Grenzen gewagt, wobei ein Konglomerat aus Shoegaze, progressiven-, Space-, Post- und Art-Rock kredenzt wird. So erschaffen pandoras.box einzigartige Klangwelten, die zwischen Mogwai, Radiohead und …Trail of Dead liegen und doch darüber hinaus gehen.
Nachdem das Album als kostenloser Download laut Band-Info weltweit schon über 200.000 mal heruntergeladen wurde, besteht nun auch die Möglichkeit die CD auf der Bandseite käuflich zu erwerben. Unbedingt zugreifen und die Band unterstützen!
Auch von „Barriers“ würde ich mich über eine Vinyl-Ausgabe freuen. Bei dem Talent sollten pandoras.box jedoch hoffentlich bald eine Plattenfirma finden, die die bisher DIY-Band um Martin Steer in ihrem weiteren Vorhaben und bei der Produktion ihres zweiten Albums behilflich sein wird.
Ein erstes Video zum Song „Virtual Sun“, der nach eigenen Aussagen von der „…sick modern internet culture and its influences on the humans“ handelt, wurde von Aichhorn Media produziert. Die Hauptrolle übernimmt übrigens die zehnjährige Schwester des Bassisten Phillip Dübell. Viel Spaß mit dem stimmungsvollen und mit großartigen Bildern und Szenen durchzogenem Video!

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Biffy Clyro – The Captain

Oh captain, my captain… Was ist denn da nur los? Da ist wohl etwas aus dem Ruder gelaufen. Ich hoffe, bald übernimmt wieder jemand das Steuer.
Wenn sich alle Songs auf dem am 6. November erscheinenden „Only Revolutions“ von Biffy Clyro so gestalten, dann nenne ich dies wahrlich eine Revolution – hin zum sowas von langweiligen glatten Mainstream-Rock. Ich hoffe, hierbei handelt es sich um eine Ausnahme. Vielleicht liegt es auch einfach an der Tonqualität, dass mir der Song „The Captain“ nach dem ersten Hören nicht sonderlich gefällt und einfach nur langweilig klingt…
Ihre Live-Show in Hamburg am 12. Dezember im Grünspan werde ich aber definitiv mitnehmen und auf die alten Kracher bauen.


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„Mosh Pit“-Bilder von Dan Witz

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Der für seine Street-Art-Künste bekannte Dan Witz ist auch ein großartiger Maler und überzeugte vor einiger Zeit mit seinen Mosh Pit-Bildern, wie dem Exemplar siehe oben. Kritiker würden vielleicht anmerken, dass die Protagonisten viel zu plain und sauber dargestellt sind (ohne Tatoos, Piercings, in weißen Shirts ohne Bandaufdruck). Dennoch wird erst beim zweiten Blick sichtbar, dass es sich hierbei um in Öl gemalte Bilder handelt. Findet ihr nicht auch?
Grandios sind auch seine Straßenkünste, wie unter anderem dieses Beispiel beweist.
(via dasistdasen)

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Klangmuster live – Chuck Ragan

chuckEs ist immer wieder eine Qual Konzerte im Molotow mitzuerleben. Die Enge, die Bedrücktheit, die Hitze die in den Räumlichkeiten entsteht, lassen mich jedesmal im Vorfeld einen Konzertbesuch überdenken. Bei Chuck Ragan habe ich Gott sei Dank nicht zu lange überlegt und mich in die Kellerräume gewagt… und es nicht bereut.
Mit diesem Auftritt hat sich Chuck Ragan für mich zu einem Konzert-Liebling gespielt. Bereits auf Platte weiß der Hot Water Music-Frontmann zu überzeugen, live ist er jedoch ein Phänomen. Ab dem ersten Ton des Live-Auftritts hatte er mich auf seiner Seite und schon nach dem dem ersten Song wusste ich, dass sich das Erscheinen im Molotow am 09. September gelohnt hatte. Begleitet wurde der symphatische Country- und Folk-Liebhaber von zahlreichen Freunden an Schlagzeug, Kontrabass, Geige, Klavier und Pedal Steel, die den Auftritt komplementierten.

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Er brüllte, er schwitzte, er legte sich ins Zeug. Und über allem stand seine raue Reibeisen-Stimme, die einfach nur einmalig ist. An dieser Stelle will und kann ich keinen genauen Konzert-Ablauf wiedergeben, sondern einfach betonen, dass es sich um ein Gesamtkunstwerk handelte, was ein Lächeln auf zahlreiche Gesichter zauberte. Abschließend hätte man den charismatischen Sänger einfach nur in den Arm nehmen wollen, um ihm für den großartigen Auftritt zu danken.

Kurz zusammengefasst liest sich das ganze dann so:
Die Stimme, das Charisma, diese Spielfreude, der Enthusiasmus. Der Wahnsinn! Ein schweißtreibendes Konzert, nicht nur für Chuck, sondern für das gesamte Publikum.

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Schottischer Werbespot mit Aereogramme vertont

Nicht dass ich an dieser Stelle bereits genug Werbung machen würde – für Musik. Jetzt gehe ich sogar soweit und belästige euch noch mit einem Werbspot. Dies jedoch nicht ohne Grund. Die längst aufgelöste Glasgower Post-Rock Band Aereogramme liehen diesem Spot ihre Musik und untermalen die sagenhaften Fahrrad-Stunts von Danny MacAskill mit „Barriers“ vom Album „My heart has a wish that you would not go“. Der Clip für eine schottische Online-Stellenbörse ist daher absolut sehens- und hörenswert.

(via Visions)

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Rose Kemp als Support von Porcupine Tree

In Hamburg haben wir leider nicht das Vergnügen Katatonia als Support von Porcupine Tree erleben zu dürfen, wie es den Bremern vergönnt ist. Nicht dass ich die Band bereits ausführlich kennen würde, erste Höreindrücke überzeugten mich jedoch von ihrem musikalischen Schaffen.

Nach Erlangen dieser traurigen Erkenntnis, machte ich mich anschließend auf die Suche nach der Band, die in Hamburg den Auftakt des Porcupine Tree Konzerts bilden soll. Dabei traf ich auf eine englische Sängerin und Gitarristin, ihres Zeichen Tochter zweier englischer Folkmusiker. Rose Kemp weilte während ihrer ersten musikalischen Gehversuche auch in diesem Genre, macht die Folkmomente ab ihren zweiten Alben „A hand full of hurricanes“ und „Unholy Majesty“ jedoch vergessen und konzentriert sich mit ihrem Indie Rock fortan mehr auf den Wortbestandteil „Rock“. In vielen Live-Reviews spricht man von einer brachialen Gewalt, von ohrenbetäubenden Gitarrenwänden und einer Sängerin, die sich die Seele aus dem Leib zu schreien scheint. All diese Informationen machten mich neugierig und ich fand folgendes Video:

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