Eines weiß ich dennoch: Dredg können es wohl genauso wenig wie wir erwarten, dass das neue und lang verschobene Album „The Pariah, The Parrot, The Delusion“ erscheint und geben uns einen weiteren Einblick in das am 29. Mai erscheinende Album. Auf ihrem Myspace-Profil können wir uns nach dem kostenlosen Download „Saviour“ nun an „I don’t know“ erfreuen.
Während „Saviour“ gleich richtig nach vorn losgeht und durch eine eingängige druckvolle Produktion überzeugt, dominiert bei „I don’t know“ zunächst Gavin Hayes einzigartiger Gesang und das eindringliche „I don’t know“. Singing, I don’t know…
Viele Meinungen von verstimmten Fans musste ich bereits lesen. Es ist die Rede von uninspirierten Songs, denen die Tiefe fehlt und die sich im Vergleich zum alten Material zu sehr dem gängigen Popschemata annähern. Das mag wohl sein, ein vorschnelles Urteil mag ich aber nicht abgeben. Ich finde gut, was ich bisher gehört habe und denke, dass Dredg mit diesem Album ihren großen Durchbruch erleben könnten.
Einen weiteren Einblick in die Studioarbeit geben uns übrigens die von der Band bereitgestellten Leaflets
Also ich freue mich weiterhin wahnsinnig auf Ende Mai. Noch viel mehr würde ich mich allerdings über eine schnelle Veröffentlichung des neuen sowie der alten Alben auf Vinyl freuen. Wer gründet mit mir eine Initiative?
Sentimental, zerbrechlich, anmutig, intensiv, ergreifend, berührend…, so könnte ich weitermachen und zusätzliche Worte finden, die die Musik von Scott Matthew und die Stimmung, die sie erzeugt, beschreiben. Sein Instrument ist seine Stimme, getragen durch bedachte Pianoakkorde, Streicher und einem sanften Gitarrenspiel. Auf ein Schlagzeug verzichtet er zuweilen gänzlich.
Der mittlerweile zweite Longplayer des australischen Singer/ Songwriters erscheint die Tage am 24.04. und trägt den astronomisch langen Titel „There is an Ocean that divides and with my longing I can charge it with a voltage that’s so violent to cross it could mean death“. Dies sollte das Album und die Thematik recht gut beschreiben. Wem also mal so richtig zum Weinen zumute ist, dem empfehle ich Scott Matthew als musikalische Untermalung. Beispiel gefällig? Der Vorbote „White Horse“ macht es bereits deutlich:
So und jetzt muss ich den Regler mal wieder aufdrehen…
Ich war anfangs nie der große Fan dieser Bombast Rocker aus Texas, bis ich Trail of Dead dann doch mal live zu Gesicht bekam, auf dem Hurricane. Wozu so ein Festival doch manchmal gut sein kann… Live war ich so beeindruckt von der Band, dass ich mich intensiver mit ihnen beschäftigen musste und siehe da, ein wahrer Berg an majestätischem Lärm, Krach und Bombast gepaart mit einer Unberechenbarkeit erwartete mich: Von lautem Gitarrengebratze, marschierenden Drums, ratlosen ungestümen Rhythmen, melancholischen Melodien, ab und an zarten Gesang bis in Ekstase endenden Geschrei findet hier alles statt. Man neigt leicht dazu die Worte überschlagen zu lassen oder endet in vollkommener Ratlosigkeit, wie man diese Band beschreiben soll. Trail of Dead wollen sich von mir nicht so einfach in eine Schublade packen lassen.
Von „Century of Self“ hört man indes bereits so einiges; von der Rückkehr zu alten Wurzeln ist hier die Rede. Dies möchte ich jedoch erst beurteilen, wenn mir das Album vorliegt, hier aber vorab einen kleinen Einblick in ihr neues Material sowie ihre Live-Performance gewähren:
…And you will know us by the Trail of Dead – Bells of Creation
Mit „The Kids are sick again“ dem ersten Eindruck zufolge eine eher mäßige Maximo Park Nummer. Irgendwie zu glatt, nichts Besonderes, ohne Intensität. Es nimmt mich einfach nicht mit. Erste Befürchtungen machen sich breit, dass das dritte Album nicht den Erwartungen standhalten kann.
Das Video ist auch eher von der langweiligen Sorte: die Band performt den Song, wird dabei in unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen und im Nachhinein findet eine digitale Überarbeitung der Sequenzen mit Einbau von Lichtspielen und Verzerrungen statt. Zumindest kann man sich im Video wieder am Enthusiasmus Paul Smiths erfreuen, den er bei der Performance seiner Songs an den Tag legt. Es macht immer wieder Spaß ihm zuzusehen, wie er mit aller Inbrunst performt. Vielleicht ist der Song ja ein Grower und ich brauche noch eine Weile… Man kann nur hoffen…
Das gute Stück trägt den komplizierten Namen „The Pariah, The Parrot, The Delusion“ und wurde von einem Essay Salman Rushdies inspiriert: „Imagine There’s No Heaven: A letter to the sixth billion Citizien“. Dabei ist ihr Album schon mal dem 7 Milliardsten Erdenbürger gewidmet, der wohl entgegen den Aussagen des Bassisten Drew Roulettes wohl nicht mehr dieses Jahr, sondern eher in 2012 geboren werden wird. Aber wenn sich Dredg auch mit dem nächsten Album soviel Zeit lassen, passt auch das wieder. Die vier Jahre andauernde Pause seit „Catch without arms“ haben die Erwartungen an die Prog-Rocker geschürt.
Der Bassist der Band beschreibt dabei das Album in einem Interview auf Stereokill mit eigenen Worten folgendermaßen:
„It is an outcast stranded on an island, with hopes clearing the delusions that mankind has built. It is a rock and roll record, filled with experimental journeys and eccentric jousts.“
Da können wir gespannt sein und zunächst den Vorboten „Saviour“ genießen, der Großes hoffen lässt.
Ach und ja, eine Tour folgt auch, die kürzlich noch mit einigen Zusatzkonzerten bestückt wurde. Dabei dürfen sich jetzt alle einmal freuen, die die Möglichkeit haben Dredg am 08.06. in der Großen Freiheit in Hamburg sehen zu können.
(via Popwolf, ConcertBlog Hamburg)
„Vlad the Impaler“ kann man sich dort seit heute 20.30 Uhr und noch bis zum 03. April runterladen.
Das Video dazu feierte heute Abend zeitgleich seine Premiere. Regie führte übrigens Richard Ayoade – Stichwort IT-Crowd! Und auch der Vlad the Impaler bzw. Vlad Dracula im Video ist kein unbekanntes Gesicht und wird von keinem geringeren als Noel Fielding verkörpert, der uns u.a. als Richmond aus The IT-Crowd bzw. Vince Noir aus „The Mighty Boosh“ bekannt ist.
(via Tonspion)

