Collapse Under The Empire – The Sirens Sound

The Sirens SoundsEndlich findet das neue Album meiner geliebten Hamburger Post-Rocker Collapse Under The Empire ihre Lobpreisung. Peter von Schallgrenzen und auch Christoph von Lie In The Sound hatten sich dem dritten Album bereits angenommen. Zugegeben, ich bin natürlich etwas voreingenommen. Nachdem mir die Musik der Hamburger bereits sehr ans Herz gewachsen ist, kann und will ich ihr neues Werk „The Sirens Sound“ nicht verreißen. Gott sei Dank muss ich das auch nicht. Etwas skeptisch war ich aufgrund des Outputs innerhalb von 2 Jahren schon. Kann das neue Material an großartige Songs der Vorgänger-Alben wie „Innocence“, „Captured Moments“, „Crawling“, „The taste of last summer“ usw. heranreichen? Kann eine Band, die dem derzeit überladenen Genre Post-Rock angehört, deren Musik bekanntlich aus reiner Instrumentierung besteht, innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums so viele Songs schreiben, ohne dabei langweilig zu werden und sich in Wiederholungen zu verstricken; dabei gleichzeitig authentisch und ihrem Stil treu bleiben und dennoch mutig Neues probieren und wagen? Die Bestätigung rotiert gerade in meinem CD-Player.
Der erste Song „The Sirens Sound“ ist dabei ein Schritt in eine neue Richtung. Mit dem Zehnminüter wagen sie einen psychedelischen Einstieg, der der Band eine neue Note verleiht. Zwischendurch blitzen schon unverkennliche Merkmale von Collapse Under The Empire auf. Aber mit den ersten Tönen von „Grade Separation“ ist dann eindeutig geklärt, meine Jungs sind wieder da. Der Song reiht sich nahtlos in die oben aufgeführten Songs ein und ist mitunter einer der besten, der Matt und Chris bisher gelungen ist. Eingängig und leichtfüßig schlängelt er sich in die Gehörgänge und verweilt dort einige Minuten. Die darauffolgenden Songs „Violet Skies“ und „Beware/ Lost“ sind etwas weniger eingängig, aber nicht minder großartig. Abschließend beweist „A different complexion“ seinem Namen alle Ehre. Collagenhaft baut sich der Song auf, vertrackt, verspielt, zieht er uns in eine Richtung um dann schnell umzuschwenken und wieder neue Klangmuster aufzuweisen.
„The Sirens Sound“ gehört insgesamt nicht zu den eingängisten Alben. Aber Eingängigkeit setzt sich schließlich nicht mit Qualität gleich. Atmosphärisch ist es etwas sprunghaft, einige Kritiker könnten vielleicht meinen es sei überladen. Doch gerade das zeichnet das Album für mich aus und lässt es nicht langweilig werden und lädt zu vielen weiteren Hörgängen ein, um jeweils neue Spielereien im Soundgewebe zu entdecken.

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