Collapse Under The Empire – Find a place to be safe

cute - find a place to be safe

Unser Alltag in der modernen globalisierten Welt ist geprägt von Schnelligkeit, ständiger Neuorientierung und Flexibilität. Die Beständigkeit geht verloren, allzu oft wird sich dennoch an den letzen Resten von Gewohntem festgehalten, Kontinuität und Dauerhaftigkeit werden zum Synonym für Unerreichbarkeit. Sucht dabei nicht eigentlich jeder einen Platz, an dem er sich dauerhaft wohl, sicher und geborgen fühlt, zu dem er gehört, sei es örtlich gesehen, im Verbund von Personen oder auch im geistigen Einklang?
Auch Collapse Under The Empire sind auf der Suche und haben ihren festen Platz in der musikalischen Welt meiner Meinung nach gefunden. Sie haben sich festgesetzt und sich im Genre des Post-Rock und für mich dort unverwechselbar niedergelassen. Was sich hinter „Find a place to be safe“ verbirgt, stellt für mich mittlerweile einen unverwechselbaren CUTE Sound dar.
Mit Captured Moments steigen sie zunächst haargenau dort ein, wo sie bei Systembreakdown aufgehört hatten. Leise schleicht sich der Song voran, verbreitet eine wohlig warme Stimmung und dieses kribbelnde Gefühl im Inneren, wenn sich eine Spannung aufbaut, die sich entladen muss. Dies ist tatsächlich so unbeschreiblich schön und hoffnungsvoll, dass es ein Lächeln auf meinem Lippen zaubert. So froh gestimmt wurde ich lange nicht von einem Album begrüsst. Crawling ist daraufhin von einer etwas nachdenklicheren Note bestimmt, steigert sich aber auch wie der Vorgänger in mehreren Schüben ins Unermeßliche. Dieses Spiel wiederholt sich im Verlauf noch öfter.
Im Vergleich zum Erstlingswerk wird hier etwas am elektronischen Sound zurückgedreht bzw. es noch raffinierter in die Songstrukturen eingebaut. Das Schlagzeug und die Gitarren treten noch weiter in den Vordergrund und auch weitere Instrumentenspektren finden ihren Einklang. So sind die Streicher, wie auf Tranquility und Intelligence zu hören, meiner Erinnerung nach neu für die Band. Immer wieder werden wir in neue melancholische Welten getaucht, die Songs bauen sich Schicht für Schicht auf. Sie haben dabei an Komplexität und Reife zugenommen, aber wie gesagt dennoch diesen unverwechselbaren Sound behalten. Danke Chris und Matt! Ich werde mit dem Album in nächster Zeit noch einige Freude haben und bei jedem weiteren Durchlauf immer wieder neue Details entdecken.

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