Neue Klangmuster – mewithoutYou

Der Beitrag dieser Band war bereits monatelang als Entwurf abgespeichert. Viel mehr als der abgespeicherte Name mewithoutYou blieb mir jedoch nicht als Erinnerungsstütze; keine Information wo ich die Band entdeckt hatte, kein Video, kein Song, kein Nichts. Irgendwas musste mich doch fasziniert haben. Vermutlich war es dieser rohe Sound der schwer zu greifenden Indie Post-Hardcore-Band aus Philadelphia. Im Vordergrund steht die prägende Stimme von Aaron Weiss, deren Intonation zwischen Sprechen, Jammern und Singen wechselt. In den Kommentaren der Videos auf youtube findet man viele Hinweise zu scheinbar religiösen Inhalten der Texte und rege Diskussionen. Als nicht Bibel-feste Agnostikerin muss ich mich den Songinhalten von mewithoutYou bei den nächsten Durchläufen mal etwas genauer widmen. Eine Bestätigung zu der Verbindung scheint schon im Namen der Band zu liegen, der laut Wikipedia an ein Gleichnis aus der Bibel angelegt ist:
„I am the vine, ye are the branches: He that abideth in me, and I in him, the same bringeth forth much fruit: for without me ye can do nothing.“
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Bitte seht den Song „Bullet to Binary“ nur als Auszug aus ihrem Repertoire. Besonders beeindruckt hat mich bisher zudem der Song „January 1979“, den ihr euch hier auf purevolume anhören könnt. Streckenweise erinnert er mich an die Desaparecidos um Conor Oberst.
Meine letzte Musikbestellung ist leider heute gerade erst rausgegangen. Ihr könnt euch jedoch sicher sein, dass mewithoutYou bei der nächsten Bestellung in jedem Fall ihre Berücksichtigung finden.

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2 Kommentare zu “Neue Klangmuster – mewithoutYou”

  1. Irgendwie ist dein Blog in meinem RSS-Reader (netvibes) versehentlich sehr, wirklich sehr weit nach unten gerutscht. Etwas, was ich heute natürlich umgehend korrigiert habe. Bin also noch am Nachlesen deiner letzten Posts…

    Also January 1979 gefällt mir, ich mag ja desperat-verschwuschelte Wut in der Stimme. Schöner Track.

    Religiöse Texte in Songs? Solange es nicht mit der Message verbunden ist, dass man nur immer fröhlich zu sein hat und möglichst immer einen Orgasmus erlebt, wenn man Jesus preist, wenn es also nicht penetrant auf Feel-Good-Musik getrimmt ist, vielmehr Glauben auch als Zweifeln ansieht, dann fange ich mit existentiell religiösen Texten durchaus etwas an.

  2. klangmuster sagt:

    … und von Feel-Good-Music kann hier wahrlich nicht die Rede sein. Ich warte noch auf eine bestellte Platte und dann werde ich die Texte etwas genauer unter die Lupe nehmen.

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