Kerretta – Vilayer

Kerretta - Vilayer

Es wird Zeit mich endlich ausführlicher dem Album „Vilayer“ von Kerretta zu widmen. Verdient hat es das Album allemal, bietet es doch eine großartige Mischung aus Post-, Art- und Prog-Rock und wird damit zu einem würdigen Vetreter im derzeit heiß umkämpften Post-Rock-Genre. Die Neuseeländer überzeugen mich vor allem durch das düstere eher metallisch angehauchte Gitarrenriffing. Wie ihre Genre-Mitstreiter verstehen es Kerretta zwischen ruhigen und härteren Passagen zu wechseln, von leiseren stimmungsvollen Intros in stetiger Steigerung zu bombastischen Finali überzugehen und darüber hinaus ihre Geschichte ohne überflüssigen Gesang zu erzählen. Gefühlt überwiegen die dunklen düsteren doomigen Momente, was mich nach viel gehörten „Weichspülkram“ sehr freut. „Sleepers“ hilft zum Beispiel keineswegs beim Einschlafen, sondern wartet mit wachsendem Druck auf und holt mich eher aus dem Bett als mich einzulullen und einzuschläfern. Als weitere Headbanger kristallisieren sich „Maven Fade“, „The Square outside“ und „Bone Amber Reigns“ heraus. „Nest of Spies“ gehört zu meinen Favoriten und ist eine großartige ausdifferenzierte Hymne, die mich fesselt und fasziniert. „White Lie“ erscheint dagegen plötzlich aus einer vollkommen anderen etwas orientalisch angehauchten Welt, nutzt traditionelle Folk-Elemente und versetzt den Hörer in eine neue Szenerie – sehr dem Ambient nahe.
Soviel lässt sich zusammenfassen: Fans von Russian Circles, Isis und Mogwai finden mit dem souveränen ausdifferentierten, elegantem Werk „Vilayer“ sicherlich ihre Freude. Tipps zum Reinhören bitte meinem Beitrag vom März entnehmen. Soweit es gefällt, kann ich immer wieder nur zum Kauf von Vinyl raten.


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