Neue Klangmuster – Unknown Connection Failure

Ärgerlicherweiser sind mir sämtliche im Urlaub angefertigten Notizen zu Rezensionen abhanden gekommen. Bevor ich auf ein Wunder hoffe, hab ich mich nun dazu entschieden nicht länger abzuwarten und neu drauflos zu schreiben. Die Quintessenz wird hoffentlich bleiben, obwohl ich mich merkwürdigerweise gerade an keinen zusammenhängenden Satz erinnern kann. Dies soll an dieser Stelle jedoch nicht weiter interessieren. Viel wichtiger ist die Musik, die im Kopf hängen bleiben muss.
Unknown Connection Failure Bei Unknown Connection Failure bleibt mir vor allem in Erinnerung, dass es sich beim Album „Arms to work, legs to run“ um einen einzigen nahezu 30-minütigen Song handelt, der einem geradezu anhält ihn bis zum Ende zu verfolgen. Nein, da kann man nicht mittdrin aufhören. Da entsteht eine Spannung, ein Aufbäumen, wieder ein Abflachen, wie geht es weiter, man möchte es wissen, das Finale miterleben, die Höhen und Tiefen, von laut über leise, von knisterndem Rauschen bis hin zu Gitarrenwänden, sich langsam aufbauenden Rhythmen und Melodien, eingebauten Samples, die uns berichten „…this is no fantasy“, wobei es sich doch anfühlt wie Fantasie, wie Magie, von der man magisch in den Bann gezogen wird – in einen nicht enden wollenden Satz, der schlussendlich irgendwann doch zuende geführt werden muss.
In letzter Zeit habe ich sehr viel aus dem Genre Post-Rock gehört und nein, Peter von Schallgrenzen hat Recht, hier wird nichts neu erfunden, kein grandiosen Meisterwerk mit neuen Stilmitteln erschaffen, aber ein aller ehrenwertes Debüt! Man kann den 28-Minüter sehr genießen und seinen Spaß darin finden. Gerade als Lokalpatriot möchte ich den fünf Post-Rockern aus Hamburg daher meinen Tribut zollen – und auch euch bitten dies zu tun. Die Gelegenheit dazu bietet sich z.B. bei ihrem Auftritt am 31.03. im Hamburger Haus 73.

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