Katatonia – Night is the new day

katatonia_night_is_the_new_dayWie sehr habe ich mich auf dieses Album gefreut. Wie sehr habe ich dem Erscheinen entgegengefiebert. Wie sehnlich habe ich auf den Postboten gewartet, der mir das neue Album von Katatonia überreichen sollte.
Erst vor ein paar Wochen habe ich die Band kennen, sie aber um so schneller lieben gelernt. Wenn einmal die Liebe entflammt ist, dann lässt sie mich nicht mehr los. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und große Erwartungen können auch schnell mal enttäuscht werden. So auch in diesem Fall. Während „The Great Cold Distance“ mich sowas von weggehauen hat, wartete ich beim ersten Durchhören von „Night is the new day“ auf den Durchbruch. Irgendwie floß das Album so dahin, ohne dass es mich packte, ohne dass ich mich im Nachgang an einen Song erinnern konnte. Was um Himmelswillen war da passiert? Einige Tage traute ich mich nicht erneut in das Album reinzuhören um meinen ersten Eindruck zu bestätigen. Doch natürlich musste ich wieder und wurde nicht enttäuscht.
„Night is the new day“ setzt nicht direkt an den Vorgänger an, sondern ist eine konsequente Weiterentwicklung des katatonischen Sounds. Dies ist kein Album zum einfach Nebenbei hören. Diesen Fehler habe ich beim ersten mal gemacht. Diesem Album muss man Zeit widmen, auf die Details achten. Es ist erwachsen und ausgereift, bietet nicht die durchgehende Härte des Vorgängers, sondern zeichnet sich durch das Wechselspiel von ruhigeren und härteren Passagen ab.
Mit „Forsaker“ schaffen Katatonia dabei einen starken und druckvollen Einstieg, der an die alten Tage erinnert. „The Longest Year“ wartet dann auf einmal mit streicherartigen Synthie-Klängen auf, die im Verlauf des öfteren zum Einsatz kommen. Im ersten Moment verwirrt dies etwas, ist aber dennoch jeweils stimmig in die Songs eingepasst. Das erste mal geflasht hat mich dann „Idle Blood“. Dieser Refrain ist so großartig und treibt mir fast Tränen in die Augen. Die Stimme von Jonas Renske ist so einmalig, dass sie es immer wieder schafft Gänsehaut zu bereiten. „Liberation“ erinnert an das großartige Vorgänger-Album und lädt wieder fast zum Mitsingen ein „…but I will pass it on to you…“. Bei „Inheritence“ bleiben mir die Streicher in Erinnerung, die eine atmosphärische Stimmung erschaffen… So könnte ich mit jedem einzelnen Song weitermachen, denn jeder bietet einen einmaligen Sound und eine emotionale Tiefe. Nur „Departer“ will ich noch erwähnen, der ein würdiges Ende einer melancholischen Traumlandschaft zum Soundtracks des Herbstes 2009 bildet. Mit der Erinnerung an einen großartigen „TGCD“-Song beendet Jonas das Album „…It’s the month of July…“ und überlässt dem Gastsänger Krister Linder die letzten Worte.

Erhaben, dunkel, melancholisch, genial. Welche Worte soll ich noch finden, um zu beschreiben, welches großartige Werk die Herren Schweden erschaffen haben…

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Ein Kommentar zu “Katatonia – Night is the new day”

  1. thomas sagt:

    siehste, hab ich doch gesagt 😉

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