Klangmuster live – Trail of Dead

Bevor es irgendwann verjährt ist und damit ich dem Blog wieder etwas Leben einhauche, muss ich an dieser Stelle endlich mit der Aufarbeitung der letzten Konzerte beginnen. Den Anfang macht das Konzert von And you will know us by the Trail of Dead vom 26.04., dass auch an dieser Stelle im Live-Stream nachverfolgt werden kann.

Ich habe soeben kurz in den Live-Stream geschaut und muss sagen, dass die Atmosphäre nicht annähernd über diesen digitalen Mitschnitt transportiert werden kann. Dazu gesellt sich noch die Erkenntnis, dass ich dadurch erst gemerkt habe, dass Conrad Keely nicht gerade der begnadetste Live-Sänger ist. Dies ist während des Konzerts im Uebel&Gefährlich nicht aufgefallen, da man von der Wucht und dem Lärm der Musik mitgenommen wurde. Nicht ohne Grund wird bereits draußen vor dem Club gewarnt:

„Achtung, es wird laut! Schützt eure Ohren!“

Der Gesang geht in der Live-Darbietung etwas unter und wird nur am Rande wahrgenommen. Es stört auch nicht, da es einfach faszinierend, aufregend, intensiv und authentisch ist, was die Texaner auf der Bühne präsentieren. Besonders die zwei Schlagzeuger und die Inbrunst mit der Keely die Songs performt und das Publikum mitnimmt, sind berauschend.

Da ich nach wie vor nicht im Besitz des neuen Albums „Century of Self“ bin, da ich auf den Versand der Vinyl-Ausgabe warte, deren Erscheinungsdatum auf unbekannt (bzw. Ende des Jahres) verschoben wurde, habe ich mich über sehr viele alte bekannte Songs gefreut und zähle u.a. die Performance zu „Will you Smile Again“ und „It was there that I saw you“ zu den Highlights des Konzert.

Eingleitet wurde dies durch das Intro „Invocation“, was bereits eine Gänsehaut erzeugte. Danach wurde es jedoch nur noch intensiver und eine gigantische Lautstärke setzte ein. Der Abend war geprägt von einer extremen Schnelligkeit und Rotzigkeit der Band, die eine wahre Spielfreude zeigte. Ich kann nicht mehr genau sagen, an welcher Stelle, allerdings hat sich während eines Songs sogar ein Wellenreiter in die Massen getraut. Das Massenbad genoss auch Jason Reece (Gesang, Gitarre, Schlagzeug), der mit seinem verlängerten Mikrokabel am Ende des Sets bis in die hinteren Reihen wanderte um schließlich den Song auf der Bar zu beenden. Nach den Zugaben verabschiedeten …Trail of Dead das Publikum, das hoffentlich wie ich mit einem Lächeln aus dem Saal entschwand.

Alles im allen ein aufregender und gelungener Abend von brutaler Gewalt und Schönheit, wobei ich die Vorband Gringo Star jetzt bewusst unterschlagen habe.

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