The Answer – "Everyday Demons"

Es war lange genug ruhig hier, jetzt wird es Zeit für ein wenig Lärm – authentischen, dynamischen, erdigen Lärm.

Den ersten Höreindruck zu The Answer konnte ich auf deren myspace-Seite gewinnen und gelangte zu der Einsicht: Irgendwas zwischen Led Zeppelin und AC/DC, Männer mit langen Haaren, die mit einer hohen Stimme über Banalitäten singen. Eigentlich nicht so meine Baustelle… Nachdem mir das Album „Everyday Demons“ jedoch wärmstens ans Herz gelegt wurde, konnte ich mich nicht verwehren und habe in die Platte reingehört.

Und was soll ich sagen, manchmal muss man sich auch Neuem öffnen und wie ich oft schon gelernt habe, so manches Mal benötigt Musik etwas länger um zu begeistern.

Vor mir liegt nun ein dynamisches abwechslungsreiches Hardrock-Album mit griffigen Arrangements und betörenden Melodien. The Answer geben die Antwort auf die Frage „Is Rock ’n Roll Dead?“. Ist er hiermit nämlich nicht. Was schon meinem Vater in den 70ern gefallen hat, kann auch heute funktionieren. The Answer schaffen es den Hardrock der früheren Zeiten mit einem modernen Sound zu vereinen. Sie gehen mit Vehemenz an die Sache und überzeugen mich besonders durch ihr Abwechslungsreichtum.

Gleich zu Beginn des Albums geht es mit „Demon Eyes“ zur Sache. Ich kann nur nicht verstehen, weshalb „On and On“ als erste Single (mit bereits abgedrehten Video) auserkoren wurde. In meinen Augen ist dies der langweiligste Song der Platte. Im anschließenden „Cry Out“ wird es dann schon wieder spannender und der Sänger Cormac Neesons zeigt, dass er auch mit der Slide-Gitarre umgehen kann.

Besonderes Highlight sind die bluesromantische Rockballade „Why’d you change your mind“ und das darauf folgende „Pride“. Dieser Song ist einfach nur mitreißend.

Zum Ende hin zeigen sie dann nochmal, dass sie es verstehen, gezielt und routiniert das Tempo an einigen Stellen rauszunehmen um dann wieder mit voller Kraft in die Magengrube zu treffen. Das ruhige balladeske „Comfort Zone“ gefällt aufgrund der größtenteils tieferen Gesangslage. Während ich mich erst etwas an die hohe Gesangsstimme in vielen Songs gewöhnen musste, überzeugte dieser Song schneller. Cormac Neesons ist ein begnadeter Sänger mit tollen Höhen, gefällt mir jedoch etwas besser in den mittleren Gesangslagen.

Zum Abschluß überraschen The Answer dann in „Evil Man“ mit einem Mundharmonika-Solo und entlassen uns mit dem Eindruck ein solides Rock-Album gehört zu haben.

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