Jetzt muss ich noch mal was zu Tiger Lou los werden. Durch ihren Auftritt im Uebel & Gefährlich am Mittwoch hat das neue Album „A partial print“ für mich zusätzlich einen Stern dazu verdient. Es war grandios, großartig, ein Album perfekt geeignet für einen Live-Gig.

Da ich Tiger Lou bisher noch nie live erleben durfte, war dies für mich die Premiere und ich habe keine Vergleichsgrundlage. Doch ich kann mir vorstellen, dass neben der Veränderung der Musik damit gleichzeitig auch eine Veränderung im Live-Auftritt vonstatten ging. Instinktiv habe ich dies im Publikum gespürt. Die Mädels um mich wurden leicht nervös, eine leichte Verwirrung ging durch die Reihen. Tiger Lou war wohl noch als der Singer-Songwriter aus Schweden mit der tollen Stimme in Erinnerung geblieben.

Aber wer steht hier vor uns?

Ein kleiner durchtrainierter mit neuen Tattoos behafteter rockender Karl Rasmus Kellermann mit seiner Band, die sichtlich Spaß am neuen Album hat. Und auch mir bereitet es Freude den fünf Rockern auf der Bühne zuzusehen. Rasmus ist so nervös und voller Adrenalin, dass er zwischendurch wie ein Flummi auf und ab springt und auch seine Nervosität während des Auftritts öffentlich kund tut. Aber nachdem sich die Reihen im Publikum neu formiert haben, spüre ich in meiner Nähe die gleiche Begeisterung, die mich durchfährt. Aufgrund der wohlwollenden Reaktion des Publikums erfreut sich der Tiger dann zwischendurch schon mal mit einem strahlenden Lächeln, was uns um so glücklicher macht. Nachdem das neue Album von vorne bis hinten durchgespielt wurde, also tatsächlich 1:1, vom ersten bis zum letzten Lied, gibt es mit der Zugabe ein paar Highlights der alten Alben. Und auch die Firefox AK Frontfrau – alias Andrea Kellermann – alias die Frau des Herrn Tiger Lou – beehrt uns bei der ersten Zugabe noch einmal mit ihrer schönen verträumten Stimme. Im Gegenzug kam bereits der Ehemann beim Autritt der Vorband auf die Bühne und unterstützte die Band bei „Winter Rose“.

Dies war auch mein Einstieg in den Abend – Ramus mit seiner Mrs vereint auf der Bühne. Die ersten paar Minuten der Vorband habe ich schon verpasst. Fast hätte ich mich aufgrund meines kränkelnden Zustands sogar dagegen entschieden auf das Konzert zu gehen und die 17 Euro Eintritt in den Wind zu schießen. Doch hier trieb mich meine Musik-Begeisterung in die U-Bahn bis hin zum Bunker. Das Geld wäre ein geringer Verlust gewesen, gegen das immaterielle, gegen das Gefühl, das ich mit nach Hause nahm, zu diesem aus meiner Sicht besten Konzert in diesem Jahr. Aber was zählt schon meine Meinung…

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