Klangmuster live – BakkuShan im Knust

Bevor ich wieder alles vergessen habe, muss ich mich jetzt endlich dran machen und versuchen meinen ersten recht spontanen Konzertbesuch in diesem Jahr wiederzugeben. Dabei handelte es sich um den Auftritt von BakkuShan im Knust am 12.01.09.

BakkuShan – das ist ein vierköpfiger PopAcademie-Act aus Mannheim, der sich im Sommer 2007 formiert hat; schnellen, tanzbaren Sound mit deutschen Texten liefert und mir durch Fräulein Taschenwunder bekannt gemacht wurde.

Bereits in 2007 konnten sie durch erste Erfolge auf sich aufmerksam machen. So produzierten sie in diesem Jahr in Eigenregie ihre erste EP „Springwut“. Der gleichnamige Song überzeugte mit einem selbstgedrehten Video bei der Jägermeister Video Competition und wurde zum Sieger gewählt. Mit einem Budget von 25.000 Euro konnten sie dann eine schwere Videoproduktion mit der Berliner Firma Kinoherz (Gods of Blitz) erstellen. Das daraus entstandene Video konnte die Band nach eigenen Angaben jedoch leider nicht unbedingt überzeugen. Hier könnt ihr euch euer eigenes Bild machen:

Genug der Vorrede und zurück zum Konzert. Mithilfe von Frl. Menke, die die Hälfte des Publikums zum Konzert eingeladen hatte, wurde die Bude tatsächlich voll. Dass ich in meinem Blog mal einen NDW-Star erwähnen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Aber so ist es ja oft. Wenn man nicht damit rechnet, passieren die ungewöhnlichsten Dinge. So auch an diesem Abend. Nach dem Konzert trafen wir auf das Fräulein – eigentlich Franziska, die in den 80ern ihre größten Erfolge feierte und jetzt nach wie vor großem Spaß am Leben hat. Um BakkuShan einen schönen Abend in Hamburg zu bescheren, scheute sie keine Kosten und Mühen. Dass es für die Band dann ein super Abend wurde, kann ich wohl bestätigen.

Die StreetBänd stimmte zunächst mit ihren Cover-Versionen und originell arrangierten MashUps in den Konzert-Abend ein. Die zwei mit Megaphon ausgestatteten Frontfrauen wurden durch einen Saxophon-Spieler, einen Cellisten und zwei Rhythmikern (mit selbst zusammengebastelten Umhänge-Schlaginstrument und sonstigen Gegenständen, die sich zum drauf schlagen fanden) unterstützt. Sie schafften es ein Lächeln auf die Gesichter des gesamten Publikums zu zaubern und gaben ohne weitere unnötige Wartepausen an BakkuShan ab.
Auch während der anschließenden Minuten konnte ich mir das Lachen nicht aus dem Gesicht wischen. Diese Band macht Spaß. Auch wenn der Sound nicht perfekt und der ein oder andere Spielfehler zu vernehmen war, der Gitarrist Robert spielte im wahrsten Sinne des Wortes seine Finger blutig.

Diese Band macht nicht nur von hinten eine gute Figur, sondern auch von vorne (Wortbedeutung aus dem Japanischen: Mädchen, das von hinten besser aussieht als von vorne) und konnte das Publikum mit ihrer Live-Performance überzeugen. Dies wurde mit Zugabe-Rufen belohnt, welche die Band dann mit „Springwut“ beantwortete.

Alles in allem ein schöner Abend. Und ach ja, zum anschließenden Auftritt von Baby Benzin kann ich keine Infos geben. Durch das Zusammentreffen mit Frl. Menke gingen diese vollkommen an uns vorbei.

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