Als dann plötzlich alles um mich dunkel wurde, die Sonne endgültig unter dem Horizont zu verschwinden vermochte, fühlte ich etwas bedrückend Beängstigendes. Allein war ich nicht auf weiter Flur, daher war ich zumindest nicht “Scared to death”. Der Southern-Rock beeinflusste Hardcore-Punk von Cancer Bats schafft dies auch nicht, beeindruckt jedoch.


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Neue Klangmuster – Kvelertak

KvelertakEs wird unbedingt Zeit euch von meiner neuesten Entdeckung zu berichten. Nicht, dass ich sie wirklich entdeckt hätte. Nein, dies muss ich wohl jemand anderem zugestehen und einen Live-Auftritt habe ich obendrein knapp verpasst. Aber sie wollen raus, sie schreien förmlich danach und dies sei ihnen gegönnt.

Einige Tage und Wochen rotiert die Scheibe mittlerweile in meinem Player und ich werde sie nicht satt. Diese Mischung aus Black Metal, Rock’n'Roll, Punk und Party Rock hat es mir angetan. Langeweile kommt bei keinem Durchlauf auf – der hohen Geschwindigkeit sei Dank und der Variabilität, die uns Kvelertak mit ihrem selbstbetitelten Debut liefern. Von Gekreische über Mitschrei-Refrains – auf norwegisch versteht sich – von Gitarren-Soli über Akustikgitarren, von rockigen Riffs über black-metallisch-angehauchtem Gitarrenspiel bis hin zu Hammond-Orgeln werden hier viele Geschmäcker fündig. Kvelertak hauen einen Hit nach dem anderen raus, sind dermaßen tight und bauen einen extremen Druck auf, der einen in die Ecke drängt. Und dazu dann diese Melodieverläufe, Black ‘n’ Roll getragen von drei Gitarrenspielern. Rotzig, punkig und manchmal sowas von in die Fresse rein. Wer da noch still sitzen kann, ist taub oder kann keiner der genannten Musik-Richtungen etwas abgewinnen. Punkt aus. Gute Nacht.



PS: Am 14.11. in Hamburg live im Hafenklang zu bewundern (zusammen mit Coliseum und Bison BC).


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Keine Zeit für großen Reden. Aber ein kurzer The Thermals-Song passt schon noch rein. Viel Spaß mit dem Video zu “I don’t believe you”, ich hatte ihn.


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kurz und klangvoll – Fotos “Mauer”

Wer hätte gedacht, dass ich mich nochmal auf das Erscheinen einer neuen Fotos Platte freue. Ich wohl am wenigsten. Aber der folgende Vorbote “Mauer” gefällt so gut, dass ich schon sehr gespannt bin auf das, was da noch kommen mag.


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Neue Klangmuster – Spring Offensive

Es kommt nicht oft vor, dass ich eine E-Mail bekomme, unmittelbar den zur Verfügung gestellten Download-Link nutze, mir den Song anhöre, gefallen finde und sofort einen Beitrag verfasse. Für eine Mega-Single mache ich da schon mal eine Ausnahme und schiebe den Artikel vor längst andere fällige Beiträge ein. Nahezu 14 Minuten hält das gute Stück “The First of many dreams about monsters” von Spring Offensive an und besteht dabei aus mehreren Teilen. Er ist keine leicht verdauliche Kost und angelehnt an eine Theorie der Schweizer Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross zur Bewältigung extrem schwieriger Situationen. Der von ihr beschriebene Prozess des Sterbens (Trauerns) ist aus fünf Phasen zusammengesetzt: das Nichtwahrhabenwollen, die Isolierung (Denial), der Zorn (Anger), das Verhandeln (Bargaining), die Depression (Depressopn) und die Akzeptanz (Acceptance).

Im Song finden sich diese Phasen wieder und sind durch Interviewausschnitte miteinander verbunden. Der Denial Part beginnt friedlich, dezent und minimalistisch und geht in einer langsamen aber stetigen Steigerung in die wilde, wuchtige und wütende Anger-Phase über. Kurz und heftig ist das ganze und erinnert an erregten Postrock. Mit einem kurzen Interview-Fragment im Hintergrund steigen wir in die Bargaining-Phase ein. Hier erwartet uns ein wundervoll gefühlvolles Klangspiel mit extremer Dichte und Intensität. Plötzlich kommt der Song völlig zur Ruhe, bleibt fast stehen, man hält beinahe den Atem inne. Die Depression beginnt. Ruhige elektronische Musik, leises Bleeben, das an ein Krankenhaus erinnert, wird begleitet von ruhigem getragenen Gesang, der sich in eine Verzweifelung hineinsingt. Erst allmählich verschwindet die Schwermut, Gitarren wachen auf und die Band zündet im Acceptance-Part zu einem fulminanten postrockeskem Feuerwerk.

Gespannt auf dieses Meisterwerk von Spring Offensive? Dann sofort hier reinhören oder kostenlos downloaden.

The First of Many Dreams About Monsters by springoffensive


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Neue Klangmuster – Menomena

Unbedingt empfehlenswert, nicht zu glatt, schrill, ausufernd, mitreißend, sperrig schön, jazzig, zeitlos, resignierend, wichtig, abgeklärt, schrullig, aufmunternd, extravagant, mit besonderer Spielfreude, geknarzt, verzweifelt, explosiv, anspornend, nimmermüde, faszinierend, energetisch, düster melancholisch, geartrockt, vielschichtig, gekniedelt, wundervoll, komplex, gerockt, markant, lebendig, sperrig-verspielt, atmend, lässig.



Menomena – “Taos”

Menomena – “Five Little Rooms


(Schallgrenzen, auftouren, Nicorola)

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Meine Beiträge sind ja nicht nur für euch da, sondern dienen mir ab und an auch als Reminder. In diesem Fall ist es eine Erinnerungshilfe um mir verdammt nochmal endlich die Platte “Monitor” von Titus Andronicus zu besorgen. Die Punk/ Indie-Rocker benannt nach einer frühen Shakespeare Tragödie gehören in ein gut sortiertes Plattenregal – eures eingeschlossen.


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Neue Klangmuster – Khoma

Heute nehme ich mich mal der Schweden Khoma an, die dieses Jahr aus ihrem 3-jährigen tiefen Schlaf wieder aufgewacht sind. Die lange Auszeit war kaum verwunderlich, sind doch sämtliche Bandmitglieder noch in weitere Projekte eingebunden, wie in der erfolgreichen Post-Metal-Band Cult of Luna. Mit “A final storm” meldeten sich Khoma dieses Jahr jedoch wieder zurück und machten mich das erste mal auf sie aufmerksam. Leider war es mir bisher nicht vergönnt ein physisches Exemplar – sei es Vinyl oder CD – des Albums zu erstehen. Wenn jemand einen Tipp hat, wo dies möglich ist, gerne Infos an mich. So muss ich mich nun mit den Videos und dem kostenlosen Download “From the hand of sinners” zufrieden geben.

In letzter Zeit ziehen mich vor allem Bands an, deren Musik nicht völlig eindeutig und klar in eine Schublade zu packen ist, sondern aus mehreren Komponenten besteht. Hier ist es die Mischung aus Metal und Prog gepaart mit hoch melodiösem Gesang, der dazu führt, dass die Songs teilweise sogar in Emo oder gar Pop abdriften. Sanft, traurig und aufwühlend, emotional ist es auf jeden Fall.


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Neue Klangmuster – Heathers

Da sprießen sie aus dem Boden wie nichts: Tegan und Sara, First Aid Kit und nun auch noch die Heathers – singende Schwestern. Vielleicht sollte ich mit einer meiner Schwestern auch eine Band aufmachen, das Konzept scheint zu funktionieren. Wäre ja nicht so, als ob wir nie davon geträumt hätten. Oder noch viel besser, wir sollten eine Band zu dritt aufmachen. Das wäre doch mal innovativ! Aber ehrlich gesagt überlasse ich den Platz lieber doch den Profis. Dabei zähle ich die Zwillinge Heathers definitv zu den Personen, die etwas von harmonischem Gesang verstehen. Häufig werden sie wohl zu unrecht als Tegan & Sara-Kopie aus Irland bezeichnet. Eines haben sie jedenfalls mit dem kanadischen Zwillingspaar gemein, ich könnte stundenlang zuhören, wie sie ihre Songs akustisch performen.


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Kerretta – Vilayer

Kerretta - Vilayer

Es wird Zeit mich endlich ausführlicher dem Album “Vilayer” von Kerretta zu widmen. Verdient hat es das Album allemal, bietet es doch eine großartige Mischung aus Post-, Art- und Prog-Rock und wird damit zu einem würdigen Vetreter im derzeit heiß umkämpften Post-Rock-Genre. Die Neuseeländer überzeugen mich vor allem durch das düstere eher metallisch angehauchte Gitarrenriffing. Wie ihre Genre-Mitstreiter verstehen es Kerretta zwischen ruhigen und härteren Passagen zu wechseln, von leiseren stimmungsvollen Intros in stetiger Steigerung zu bombastischen Finali überzugehen und darüber hinaus ihre Geschichte ohne überflüssigen Gesang zu erzählen. Gefühlt überwiegen die dunklen düsteren doomigen Momente, was mich nach viel gehörten “Weichspülkram” sehr freut. “Sleepers” hilft zum Beispiel keineswegs beim Einschlafen, sondern wartet mit wachsendem Druck auf und holt mich eher aus dem Bett als mich einzulullen und einzuschläfern. Als weitere Headbanger kristallisieren sich “Maven Fade”, “The Square outside” und “Bone Amber Reigns” heraus. “Nest of Spies” gehört zu meinen Favoriten und ist eine großartige ausdifferenzierte Hymne, die mich fesselt und fasziniert. “White Lie” erscheint dagegen plötzlich aus einer vollkommen anderen etwas orientalisch angehauchten Welt, nutzt traditionelle Folk-Elemente und versetzt den Hörer in eine neue Szenerie – sehr dem Ambient nahe.
Soviel lässt sich zusammenfassen: Fans von Russian Circles, Isis und Mogwai finden mit dem souveränen ausdifferentierten, elegantem Werk “Vilayer” sicherlich ihre Freude. Tipps zum Reinhören bitte meinem Beitrag vom März entnehmen. Soweit es gefällt, kann ich immer wieder nur zum Kauf von Vinyl raten.


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